tl;dr
- Wir hatten uns in der Entwicklung darauf verständigt, virtuelle DocumentRoots - ein Feature von U5 und U6 - bei U7 nicht mehr als Feature anzubieten, sondern im Lauf der U7-Beta ein neues Dashboard zu releasen, mit dem es viel einfacher sein wird, mehrere Uberspaces zu verwalten, so wie wir uns das als “best practice” vorstellt haben. (Der Plan mit dem neuen Dashboard besteht natürlich weiter, und die Arbeit daran hat auch schon begonnen.)
- Wir haben schon damit gerechnet, dass diese Entscheidung erläuterungsbedürftig werden könnte. Der Widerspruch etlicher User traf uns allerdings in größerem Umfang, mit stärkerer Enttäuschung und mit Argumenten, die wir zu bedenken hatten. Wir wollten keinen “Okay, okay, okay”-Schnellschuss machen und unsere Entscheidung einfach wieder umwerfen, aber wir haben uns mit Usern ausgetauscht und Argumente und Use Cases eingesammelt, darüber gesprochen, und am Ende haben wir beschlossen, die virtuellen DocumentRoots entgegen der ursprünglichen Planung auch auf U7 einzuführen.
- Nach wie vor raten wir deutlich davon ab, dieses Feature zum Hosting mehrerer unterschiedlicher Projekte in einem Account zu verwenden, weil zwischen jenen Projekten dann keine Rechtetrennung besteht. Wenn Rechtetrennung wichtig ist - und das ist sie im Zweifelsfall fast immer - solltest du wie bisher dem Rat folgen, mehrere Uberspaces anzulegen. Wir werden das vereinfachen, versprochen.
Worum geht’s eigentlich?
Vom Konzept her ist ein Uberspace dazu gedacht, ein Projekt darauf zu hosten. Dafür wird /var/www/virtual/<user>/html als DocumentRoot angeboten. Schon ziemlich in der Anfangszeit trafen Fragen bei uns ein, ob man da nicht die Möglichkeit schaffen könnten, für kleinere Sachen einfach separate Verzeichnisse anzulegen, um keinen separaten Uberspace dafür anzulegen - “das lohnt doch gar nicht”. Wir waren mit Uberspace gerade erst gestartet, voller Tatendrang, ein wenig blauäugig vielleicht auch, und dachten uns: Klar, basteln wir doch schnell eine RewriteRule, und schon war das Feature geboren: User konnten ab sofort in /var/www/virtual/<user> einfach weitere Verzeichnisse ablegen, die so hießen wie Hostnamen, und schon wurden Anfragen nach jenen Hostnamen aus diesem Verzeichnis bedient (vorausgesetzt, der Hostname wurde auf den Uberspace aufgeschaltet). So weit, so gut - oder besser gesagt: So weit, so okay.